So punktet Ihr Lebenslauf garantiert!

So punktet Ihr Lebenslauf garantiert!

Alles, was ein erfolgreicher CV braucht

Ein optimal aufgebauter und vor allem perfekt auf die Anforderungen des neuen Traumjobs zugeschnittener Lebenslauf, bringt Ihre Bewerbung ganz sicher auf den Stapel „Kennen lernen“. Unsere Tipps verraten, wie das geht und der Lebenslauf garantiert bei jedem Personal-Verantwortlichen richtig gut punktet.

Versetzen Sie sich in den Arbeitgeber

Der perfekte Lebenslauf ist tabellarisch angelegt. Denn er soll schnell und übersichtlich zeigen, warum Sie die erforderliche Qualifikation für eine vakante Stelle mitbringen. Darum sollte er wirklich ausschließlich Informationen enthalten, die aus Sicht des künftigen Arbeitgebers interessant sein könnten.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie berufliche Erfahrungen einfach weglassen können, die Sie in einer anderen Branche gesammelt haben oder nicht perfekt zum Wunschjob passen. Denn der berufliche Werdegang muss aufschlussreich und lückenlos formuliert sein. Erwähnen Sie daher in jedem Fall alle Tätigkeiten, die Sie bereits professionell ausgeübt haben – Sie müssen aber nicht allen dieselbe Beådeutung beimessen. Ins Detail gehen Sie nur bei solchen Beschäftigungen, die für den neuen Arbeitgeber wichtig sind. Halten Sie sich am besten an die Faustregel: Wichtiges hervorheben, weniger Wichtiges kurz benennen, Unwichtiges weglassen.

Überzeugen Sie schon auf den ersten Blick

Schauen Sie sich den perfekten Aufbau eines Lebenslaufes, also Layout und Struktur, am besten in den ManaJump Vorlagen für Powerpoint und Apple Keynote an – die können Sie einfach downloaden und dann individuell anpassen.

Der gesamte Lebenslauf umfasst etwas drei, besser zwei Din-A4-Seiten und ist übersichtlich und einheitlich formatiert. Optimaler Weise fügen Sie auch ein professionelles Foto hinzu, das immer oben rechts eingefügt wird. Professionell ist hier wirklich ernst gemeint: Investieren Sie lieber in einen Fotografen, statt ein Urlaubsbild abzuschneiden, nur weil Sie meinen, Ihr Gesicht sei ja ganz gut getroffen.

Die richtige Struktur

  • Halten Sie einen Mindestabstand zu den Seitenrändern ein
  • Formatieren Sie das Dokument zweispaltig und richten Sie die Absätze linksbündig aus
  • Der Aufbau erfolgt nach inhaltlichen Blöcken und in zeitlich absteigender Reihenfolge
  • Bleiben Sie bei einer Schriftart und legen Sie alle Überschriften im selben Format an
  • Gehen Sie mit Hervorhebungen (Fettschrift oder Kursivsetzung) sparsam um
  • Fügen Sie am Ende Ort und Datum ein und unterschreiben Sie eigenhändig

Persönliche Angaben

Zu Beginn eines Lebenslaufs werden für die Bewerbung einige persönliche Angaben gemacht. Dazu gehören mindestens: Name und Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse und Ihr Geburtsdatum. Alle anderen Angaben wie Familienstand, Kinderanzahl, Staatsangehörigkeit oder Konfession sind absolut freiwillig und dürfen von Arbeitgebern während des Bewerbungsprozesses nicht abgefragt werden. Ob es sinnvoll ist, diese Angaben zu machen, hängt davon ab, ob Sie sich einen Vorteil davon versprechen – oder es einfach für Ihre Privatsache halten. Dann geben Sie im so genannten Werdegang Informationen zu folgenden Punkten:

  • Beruflicher Werdegang oder Berufserfahrungen
  • Ausbildung
  • Zusatzqualifikationen
  • Besondere Kenntnisse
  • Hobbys und Interessen

Lücken im Lebenslauf? Kein Problem.

Brüche und Lücken im beruflichen Werdegang sind für die wenigsten Arbeitgeber heute noch ein Problem. Darum müssen Sie sie auch nicht verbergen – aber am besten clever nutzen: Geben Sie den Zeitraum z.B. eines Sabaticals oder einer Arbeitslosigkeit ruhig konkret an und punkten Sie mit Erfahrungen, die Sie da gesammelt haben. Vielleicht haben Sie ja auf Reisen Sprachen oder besondere kulturelle Feinheiten gelernt. Oder die Zeit zur beruflichen Neuorientierung genutzt, sich autodidaktisch oder professionell weitergebildet, sozial engagiert oder, oder, oder…

Berufserfahrungen

Hier listen Sie auch Beschäftigungsverhältnisse auf, die für den Wunschjob nicht wichtig sind, denn es geht um Vollständigkeit. Geben Sie links in Ziffern den Zeitraum der Beschäftigung an. Rechts stehen die genaue Bezeichnung und der Arbeitgeber. Fügen Sie eine kurze Tätigkeitsbeschreibung hinzu, der sich entnehmen lässt, was genau zu Ihren Aufgaben gehörte. Dabei reichen Stichwörter aus, Sie müssen keine vollständigen Sätze formulieren, nutzen Sie lieber Aufzählungszeichen nach Einstiegen wie:

  • Verantwortlich für …
  • Übernahme von …
  • Beteiligt an …
Extra-Tipp
Heben Sie bei den Tätigkeitsbeschreibungen zu Ihren Berufserfahrungen besonders die Leistungen und Tätigkeiten hervor, die zum aktuellen Stellenprofil passen. Auch diese Beschreibungen sollten natürlich nicht zu lang ausfallen – aber dem Personal-Verantwortlichen gleich ins Auge fallen. So sieht er gleich: Sie haben bereits passende Erfahrung gesammelt und bringen wichtige Kenntnisse mit.

Ausbildung

Unter der Überschrift „Ausbildung“ fügen Sie den höchsten Schulabschluss hinzu, den Sie erreicht haben, dann gegebenenfalls Ihr Studium und / oder Ihre abgeschlossene Berufsausbildung. Sie können, müssen aber nicht die Note Ihres Abiturs, Examens oder Ihrer Abschlussprüfung hinzufügen. Unangebracht ist dagegen, Ihre gesamte Schullaufbahn aufzuzählen – es reicht, die Schule mit Ort und Zeitraum anzugeben, auf der Sie Ihren letzten Abschluss erworben haben. Wenn Sie gerade erst von der Schule abgegangen sind, sollten Sie allerdings besser Angaben zu allen besuchten Schulen machen.

Zusatzqualifikationen

Haben Sie während der Ausbildung oder danach zusätzliche Qualifikationen erworben, die zum Stellenprofil passen, zum Beispiel an Führungsseminaren oder fachlichen Weiterbildungen teilgenommen? Dann ist jetzt die ideale Gelegenheit, damit zu punkten.

Besondere Kenntnisse 

Egal, auf welchem Job-Level Sie sich bewerben – hier ist nichts selbstverständlich. Auch, wenn Grundkenntnisse in EDV und in mindestens einer Fremdsprache in den meisten Branchen vorausgesetzt werden, sollten Sie sie detailliert angeben. Und natürlich auch alle anderen Kenntnisse, die Sie haben und die für den Job unerlässlich sind. Also: Nichts weglassen, sondern dem Personaler auf einen Blick zeigen, dass Sie alles können und beherrschen, was es braucht, um der perfekte Kandidat zu sein.

Hobbys und Ehrenämter

Ehrenämter machen sich immer gut, denn Sie zeigen, dass Sie eine sozial engagierte Person sind.  haben Sie noch nie eins ausgeübt, lassen Sie den Punkt ganz weg, statt ihn leer zu lassen. Auch Soft Skills erwähnen Sie in Ihrem Lebenslauf, aber bitte nur, wenn ein Zusammenhang zum Wunschjob besteht. Ihre Hobbys müssen natürlich nicht jobrelevant sein, beschränken Sie sich aber auf drei Leidenschaften, die Sie angeben möchten – und nicht allzu privat sind.

Belegen Sie alles im Lebenslauf mit Anlagen

Zu jeder vollständigen Bewerbung gehören Anlagen, also kopierte bzw. gescannte Originale von: Zeugnissen, Abschlüssen, Arbeitszeugnissen oder Empfehlungsschreiben, Qualifikationsbescheinigungen. Je größer die Berufserfahrung, desto größer natürlich der Umfang der Anlagen – darum ist ein Verzeichnis sinnvoll: Das können Sie als Extraseite anlegen und darauf die Anlagen nummeriert angeben. Die einzelnen Anlagen benennen Sie dann einfach „Anlage 1_Zeiugnis Arbeitgeber XY“ und so weiter. Bei digitalen Bewerbungen senden Sie die Anlagen, inklusive Verzeichnis, am besten als Extra-Datei.

Prüfen, speichern, absenden!

Zum Schluss lesen Sie alles sehr, sehr sorgfältig Korrektur. Tipp- und Rechtschreibfehler fallen im Lebenslauf sofort negativ auf – selbst wenn Rechtschreibung für Ihren Traumjob gar keine Rolle spielt. Speichern Sie das Dokument dann immer als PDF ab: So bleibt die Struktur in jedem Fall erhalten, in Word-Dateien ist das leider nicht immer so. Das PDF-Format lässt sich auch am besten uploaden, falls Sie sich online bewerben und kann auch als E-Mail-Anhang problemlos an jedem Rechner geöffnet werden. Viel Erfolg, Ihr neuer Lebenslauf überzeugt bestimmt!

Mehr Informationen:

Über Nathalie Wendt

Nathalie WendtNathalie Wendt ist freiberufliche Content und Social Media Managerin. Sie leitet die Redaktion des ManaJump Blogs und ist unser Allround-Profi für Text und Kommunikation.