Perfekte Körpersprache im Bewerbungsgespräch

Perfekte Körpersprache im Bewerbungsgespräch

Die besten Tipps für den überzeugenden Auftritt

Der perfekte Handschlag, ein wirklich gewinnendes Lächeln, souveräne Haltung von Begrüßung bis Abschied: Die ManaJump Experten verraten, wie Sie mit der richtigen Körpersprache im Bewerbungsgespräch Ihr Gegenüber auch nonverbal von sich überzeugen. Denn wer der Traumkandidat für den Job ist, entscheiden Personaler längst nicht nur nach Know-How und Berufserfahrung – sondern auch nach Sympathiepunkten, die meist ganz unbewusst vergeben werden. Mit unseren Tipps und ein bisschen Übung sammeln Sie diese ganz leicht!

Die Begrüßung: Hallo, perfekter Eindruck!

Aller Anfang ist schwer? Das muss nicht sein! Mit der richtigen Körpersprache im Bewerbungsgespräch kann man nämlich schon von Anfang an den Personaler oder zukünftigen Chef für sich gewinnen. Und das geht so: Die richtige Haltung bei der Begrüßung ist aufrecht und gerade mit durchgestrecktem Rücken und leicht erhobenen Kopf. Die Arme sollten auf keinen Fall verschränkt, sondern offenbleiben. Bestimmt haben Sie Unterlagen dabei, halten Sie die am besten nur mit der linken Hand, so dass die rechte immer „ready“ für den Handschlag ist. Und auf den warten Sie am besten! Denn Sie wurden zum Bewerbungsgespräch eingeladen, der Gastgeber hat Hausrecht – und das schließt auch die erste Begrüßungsgeste ein. Klingt strenger als es ist, Sie warten einfach kurz, bis man Ihnen die Hand hinstreckt. Der optimale Händedruck ist etwa drei Sekunden lang und fest, ein Schütteln wird nur leicht angedeutet. Unbewusst registriert Ihr Gegenüber Haltung und Händedruck sehr genau, doch was ihn wirklich positiv einnimmt, ist Ihr Gesicht! Der richtige Blick spricht wirklich Bände: Schauen Sie offen und freundlich – und vor allem direkt Ihren Gegenüber an. Mindestens bis zum Handschlag sollten Sie wirklich nur Ihren Gesprächspartner ansehen, lassen Sie Ihren Blick also nicht im Raum schweifen. Denn das wird schnell als Zeichen von allgemeiner Unsicherheit und auch als Desinteresse am Gegenüber gewertet.

Extra-Tipp

Lächeln: anknipsen statt aufsetzen!

Sobald Sie Ihren Gesprächspartner sehen, schauen Sie ihn freundlich und ganz leicht lächelnd an. Sehen Sie ihm direkt und fest in die Augen – und breiten Sie erst dann Ihr strahlendes Lächeln aus! So geben Sie dem Gegenüber das Gefühl, dass Ihr Lächeln wirklich ihm gilt, persönlich und authentisch ist.

Die Haltung im Bewerbungsgespräch: Schön offen bleiben!

Auch im Sitzen während des Gesprächs ist die beste Haltung immer möglichst aufrecht und gerade: Nicht hängende Schultern und ein gestreckter Rücken demonstrieren Selbstbewusstsein und Offenheit. Machen Sie sich also nicht klein. Jetzt könnten Sie sich fest in den Stuhl lehnen, um den Rücken gerade zu halten – dabei würden Sie aber symbolisch von Ihrem Gegenüber abrücken. Besser: Beugen Sie sich leicht zum Gesprächspartner hin, besonders während er spricht. Im Bewerbungsgespräch ist man meist ein wenig nervös und auch die ein oder andere Frage empfinden wir als irgendwie unangenehm. Ein natürlicher Reflex ist dann, die Arme zu verschränken. Das zeigt aber leider deutlich eine innere Abwehr – und Sie wollen sich doch offen und bereit präsentieren! Geben Sie dem Reflex also nicht nach und lassen Sie Ihre Arme geöffnet. Das geht leicht, wenn Sie Ihre Hände nebeneinander auf Ihren Oberschenkel legen, am besten mit den Handflächen nach oben. Überhaupt die Hände: Dezente Gesten unterstreichen das Gesagte, zu starke Gesten dagegen lenken davon ab. Versuchen Sie, den Radius Ihrer Handbewegungen nicht zu weit zu machen, also auch körperlich nicht zu weit auszuholen. Und die Beine? Anders als die Arme sollten sie möglichst geschlossen sein. Schlagen Sie die Beine eng übereinander oder halten Sie sie dicht zusammen. Und auch, wenn Sie nervös sind: Wippen Sie nicht mit Beinen oder Füßen, das würde Sie sofort verraten.

Extra-Tipp

Spiegeleffekt: ruhig nachahmen!

Wenn Sie sich in kleinen Gesten genauso verhalten wir Ihr Gegenüber, werden Sie schneller und besser positiv von ihm akzeptiert. Macht er eine bestimmte Geste oft, verwenden Sie sie auch ein bis zweimal. Beugt er sich weit vor, machen Sie das auch. Folgen Sie seinem Blick. Aber: Ahmen Sie immer nur leicht nach, sonst wirkt es als ob Sie Ihren Gesprächspartner nachäffen.

Der Gesichtsausdruck: Behalten Sie den Erfolg im Blick!

Natürlich wird niemand gerne unverwandt angestarrt – aber Sie sollten Ihr Gegenüber dennoch im Blick behalten. Heißt: Lassen Sie auch im Bewerbungsgespräch Ihre Augen nicht im Raum umherschweifen, sondern fokussieren Sie sich merklich auf Ihren Gesprächspartner. Suchen Sie dabei immer wieder festen Blickkontakt, besonders wenn Sie selbst sprechen. Das gilt vor allem, wenn es um Ihre Leistungen geht. Zum Beispiel erzählen Sie, dass Sie in Ihrem letzten Job eine bestimmten Erfolg erzielt haben: Ich habe die Aufgaben im Team so neu strukturiert (Blick allgemein auf den Gesprächspartner), dass die Abteilung dadurch 20 Prozent Zeit einsparen konnte (bei diesem Teil geht der Blick direkt in die Augen des Gegenübers). So geben Sie dem Gesagten allgemein mehr Glaubwürdigkeit und nutzen ein unbewusstes Phänomen für sich: Aussagen, die mit fokussiertem Blickkontakt gemacht werden, bleiben besser im Gedächtnis.

Während der andere redet, sollten Sie immer mal wieder leicht nicken. Das zeigt Zustimmung und Verständnis. Trotz verständlicher Anspannung sollte Ihr Gesichtsausdruck immer möglichst entspannt sein. Dazu gehört auch, nicht krampfhaft ununterbrochen zu lächeln. Das wirkt schnell aufgesetzt und im schlimmsten Fall, als nähmen Sie Ihr Gegenüber nicht ernst. Schauen Sie einfach freundlich und zugewandt, immer mit einem nur leicht angedeutetem Lächeln. Werden Sie an einer bestimmten Stelle des Gesprächs aber deutlich angelächelt, lächeln Sie merklich zurück.

Extra-Tipp

Schwierige Fragen: nicht nach oben sehen!

Gerade, wenn Sie Fragen beantworten, schauen Sie nicht nach oben – auch nicht, wenn Sie kurz überlegen müssen. Ein Blick nach oben suggeriert Unehrlichkeit, besser: kurz nach unten gucken.

Der Abschied im Bewerbungsgespräch: richtige Körpersprache bis zum Schluss!

Das Gespräch ist vorbei, jetzt müssen Sie „nur noch“ gehen – doch der Abgang entscheidet ebenso wie der Auftritt. Machen Sie es beim Abschied wieder genauso wie zur Begrüßung: Lassen Sie Ihrem Gesprächspartner dem Vortritt beim Handschlag und knipsen Sie Ihr strahlendes Abschiedslächeln erst nach einem direktem Blickkontakt an. Und was sagen Sie dann ganz zum Schluss? Ganz einfach: Auf Wiedersehen! Das ist selbstbewusst und zuversichtlich. Ich hoffe, von Ihnen zu hören oder ähnliches dagegen wirkt ängstlich und bittend. Und wenn Sie im Bewerbungsgespräch durch Körpersprache und Inhalt von sich überzeugt haben, müssen Sie um ein Wiedersehen sicher nicht bitten! Stattdessen können Sie ruhig selbstsicher mit gerader Körperhaltung aus dem Raum gehen. Die Haltung und einen freundlichen Gesichtsausdruck behalten Sie am besten, bis Sie ganz aus Sichtweite des Gebäudes sind. Dann können Sie in Ruhe durchatmen – und sich bestimmt auf ein positives Feedback freuen.

Über Nathalie Wendt

Nathalie WendtNathalie Wendt ist freiberufliche Content und Social Media Managerin. Sie leitet die Redaktion des ManaJump Blogs und ist unser Allround-Profi für Text und Kommunikation.