6 wertvolle Tipps für die Firmenweihnachtsfeier

6 wertvolle Tipps für die Firmenweihnachtsfeier

So feiert man ohne Pegel, Pannen, Peinlichkeit

Ob neu im Unternehmen oder schon Pflichtparty erprobt – alle Jahre wieder bringt die Firmenweihnachtsfeier für die meisten erstmal so einige heikle Fragen mit sich. Was soll ich anziehen? Mit wem wie reden? Wie selbst mit Schnarchkollegen und Gruselchef einen netten Abend haben? Und was ist wirklich nicht mehr feierlich? Der ManaJump Blog schenkt zum Fest was ganz Praktisches – nämlich die wichtigsten Antworten. Weiterschenken gerne erlaubt.

Tipp 1: Ja oder nein? Hingehen ist Pflicht!

Die Kollegen tun sich schon in Mittagspausen nicht gerade als Stimmungskanonen hervor, der Chef ist alles andere als ein Menschenfreund und die Aussicht auf einen frühen Feierabend ist so verlockend… Nichts gilt als Ausrede: Erscheinen bei der Firmenweihnachtsfeier ist ein Muss! Das soll nämlich zeigen, wie teamfähig und sozial-kollegial man wirklich ist. Im Zweifel betrachtet man das Ganze wie ein zwangloses Team-Meeting, das man ja auch nicht einfach schwänzen würde. Und wenn Grusel-Level und Fremdscham-Faktor doch ganz hoch sind, zum Beispiel angesichts von Chefs im Nikolauskostüm oder Reimspielen? Bleibt man mindestens zwei Stunden oder noch eine Stunde nach dem letzten Gang. Und tröstet sich mit dem Gedanken: Je schlimmer das Programm desto besser der Gesprächsstoff in den nächsten Wochen.

Tipp 2: Glitzer oder grau? Dresscode im Zweifel Business tauglich!

Wenn bei der Ankündigung zur Firmenweihnachtsfeier kein Dresscode angegeben wurde oder sich leicht erschließen lässt, gerne gezielt nachfragen. Auf keinen Fall und niemals freiwillig und unabgesprochen im Rentierpulli oder mit Weihnachtsmannmütze auftauchen. Für Glitzer, Dekolleté und kurze Bekleidung gilt: Immer nur so, wie man selbst im Büro gerade noch gesehen wollen würde – ist schließlich das selbe Publikum. Und im Zweifel setzt man einfach auf den Lagenlook: Männer können easy Krawatte und Jacket ablegen, um leger zu wirken. Frauen können unter Bluse und Co. ein schickes Top tragen, das das Büro-Outfit ruckzuck abendtauglich macht. Verwandlungsprofis haben außerdem ein alternatives Paar Schuhe und eventuell Accessoires dabei.

Tipp 3: Stille Nacht oder Plaudermarathon? Kräftig smalltalken!

Netzwerk-Talente nutzen die Firmenweihnachtsfeier dazu, neue Kontakte innerhalb des Unternehmens zu knüpfen. Smalltalk erweitert hier also wirklich mal den Horizont. Gutes Smalltalk-Thema ist alles Unverfängliche, über das man in kleinen Dosen Privates preisgeben kann: Weihnachtspläne, Schenken etc., die Location, das Wetter … Wie grundsätzlich im Job gilt auch bei Feiern: Nicht zu privat werden, nicht über Kollegen und Chefs lästern (die gerade hier schnell mal hinter einem stehen), Politik, Religion und Weltfrieden lieber meiden. Ebenfalls auf keinen Fall besprechen: Probleme im Team, die ersehnte Gehaltserhöhung, Kritik generell und allgemein. Wer auf der Firmenweihnachtsfeier allzu beruflich daherkommt, verdirbt anderen die Stimmung – oder versucht heimtückisch den Pegel des Vorgesetzten auszunutzen. Beides nicht so schön.

Achtung Smalltalk-Falle

Natürlich gerät man immer mal wieder an einen Kollegen, der … sagen wir mal: nicht sooo interessant ist. Gut: Eine kleine (Atem-)Pause nutzen und sich zur Toilette entschuldigen. Schlecht:  Offensichtlich im Raum nach jemand Interessanterem suchen, während der andere spricht – oder ihm nach einigen Drinks unverblümt sagen, wie man das Gespräch tatsächlich findet.

Tipp 4: Du oder Sie? Ansprache wie gehabt!

Doch ganz nette Atmosphäre, ein Gläschen über den Durst und schon sind alle beim Du…Eher nicht. Am besten macht man es wie im normalen Joballtag und duzt oder siezt genau wie im Büro. Führungskräften, älteren Kollegen und externen Gästen bietet man ohnehin nie das Du an – auch nicht an der Theke. Und wenn der Chef plötzlich duzt? Nicht einfach zurück duzen, sondern die konkrete Anrede vermeiden – es sei denn er bietet ausdrücklich das Du an. Am nächsten Arbeitstag dann einfach entspannt abwarten, ob er das beibehält. Weiß der Vorgesetzte vom Du offenbar nichts mehr, vergisst man es selbst auch lieber gleich wieder. Und wenn man selbst Opfer eines ungewollten Duz-Angriffs wird: Gespräch galant (Stichwort Toilette) beenden und dann ebenfalls vergessen und vergeben.

Tipp 5: Prost oder Selters? Höchstens leicht angetrunken!

In einer perfekten Welt würden die Chefs ihre Mitarbeiter schon nach kurzer Zeit unter sich lassen und man wäre nur mit Kollegen in Alkoholnähe, mit denen man auch sonst viel Spaß hat. So schön ist die Welt aber selbst im Weihnachtsglanz nicht. Darum sollte man sich bei Firmenweihnachtsfeiern immer nur von seiner angeheiterten Seite zeigen und nie betrunken. Viel Wasser zwischendurch ist immer gut, noch besser die Zwei-Drinks-Regel: zwei alkoholische Getränke am Abend, der Rest an Flüssigkeit alkoholfrei. So tut man nichts, das man schon am nächsten Tag bitter bereuen würde und wird nicht zum Gespött des Flurfunks. Lieber schnappt man sich die befreundeten Kollegen nach dem Firmenpflichtprogramm zu einem unbeobachteten Absacker in anderer Location – was da passiert, bleibt meist auch da.

Zu tief ins Glas geguckt und dann?

Manchmal merkt man erst ganz plötzlich, dass man längst zu viel hatte: Dann lieber einen möglichst unauffälligen Abgang hinlegen als zu versuchen, das zu überspielen. Je weniger gut ein unauffälliges Betrunkensein funktioniert hat, desto mehr kommt es darauf an: Am nächsten Tag auf jeden Fall absolut pünktlich bei der Arbeit sein, in frischen Atem investieren, das Thema nicht von selbst ansprechen.

Tipp 6: Flirten oder fachsimpeln? Kein Kuss unterm Mistelzweig!

Nie, tatsächlich noch nie in der Geschichte der amourösen Weihnachtsfeier-Abenteuer sind die Worte „würdevoll“, „angebracht“ und „eloquent“ gefallen! Ok, ein harmloser und charmanter Flirt in angenehmer Atmosphäre geht, solange die Atmosphäre auch wirklich, wirklich für beide angenehm ist. Ansonsten macht man einfach nichts, was man nicht auch in einem Meeting tun würde. Lieber auf guten Smalltalk setzen, um dem/der angebeteten Kollegen/Kollegin vorsichtig näher zu kommen. Und wenn es aber einfach Schicksal und jetzt der eine große Jetzt-oder-Nie-Moment ist? Dann fragt man sich zwei Dinge: Bin ich wirklich noch nüchtern? Kann ich das Objekt der Begierde charmant überreden, mit mir (und den Lieblingskollegen) auf einen Absacker woanders hinzugehen? Aber lieber gemeinsam einen unbeschwerten und schönen Abend auf der Firmenweihnachtsfeier verbringen – und dann daran anknüpfen, wenn wirklich beidseitiges und echtes Interesse besteht.

Über Nathalie Wendt

Nathalie WendtNathalie Wendt ist freiberufliche Content und Social Media Managerin. Sie leitet die Redaktion des ManaJump Blogs und ist unser Allround-Profi für Text und Kommunikation.