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Bewerbungsanschreiben

So bringt Sie Ihr Bewerbungsanschreiben zum Vorstellungsgespräch

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken und heben Sie in Ihrem Bewerbungsanschreiben hervor, warum Sie für die ausgeschriebene Stelle die beste Wahl sind.

Um zu verstehen, wie gute Bewerbungsanschreiben gelingen, erstmal vorab, was ein Bewerbungsanschreiben nicht ist:

  • keine Marketingaktion, bei der Sie im Mittelpunkt stehen
  • keine flehentliche Bitte um Anstellung
  • kein Honigtopf, aus dem Sie schöpfen, um Ihrem künftigen Arbeitgeber zu schmeicheln

Im Bewerbungsanschreiben geht es nämlich ganz besonders um eins: das Verhältnis, das zwischen Ihnen und dem Unternehmen/der vakanten Position besteht. Dieses Verhältnis zieht sich als roter Faden durch Ihre Bewerbung.

Schreiben Sie also nicht nur, dass Sie die Stelle gern antreten würden, sondern zeigen Sie, warum die Position gerade nach Ihnen und Ihren speziellen Fertigkeiten verlangt.

Um mit so einem treffsicheren Bewerbungsanschreiben zu punktenen, müssen Sie sich vorab gründlich mit der Stellenausschreibung und dem Unternehmen befassen. Welche der geforderten Qualifikationen bringen Sie mit? Welche Aufgaben, die zum Profil gehören, haben Sie bereits in einer früheren Beschäftigung ausgeführt? Wie ist es um Ihre Soft Skills bestellt? Notieren Sie alles, was Sie mit Blick auf die Ausschreibung in die Waagschale werfen können.

Befassen Sie sich dann mit dem Unternehmen. Was reizt Sie daran, für dieses Unternehmen tätig zu werden? Nutzen Sie selbst Produkte, die dort hergestellt werden? Ist es ein angesehner Vorreiter, dessen Innovation Sie schon lange beobachten? Bevorzugen Sie es, in einem Familienunternehmen zu arbeiten statt in einem großen Konzern (oder umgekehrt)? Beschreiben Sie hier also Ihre Verbindung zum Unternehmen, seinen Produkten oder Dienstleistungen, seiner Struktur, seinem Image. Fällt Ihnen erstmal nichts ein, suchen Sie auf der Website des Unternehmens, in Kundenbewertungen oder Rankingportalen. Haben Sie Argumente gefunden, die zum Unternehmen passen, formulieren Sie diese möglichst konkret, beispielsweise:

„Da ich gern reise, zeitlich flexibel und familiär nicht gebunden bin, kann ich mir den Einsatz an wechselnden Standorten sehr gut vorstellen.“

Oder

„Ich schätze an Ihrem Unternehmen besonders die IT-gestützte Logistik, da ich mich bereits davon überzeugen konnte, wie sinnvoll und hilfreich diese Vorgehensweise ist.“

Aufbau des Bewerbungsanschreibens

Ihr Bewerbungsanschreiben sollte nicht mehr als eine halbe Seite umfassen – denn Sie benötigen ja noch Platz für den Briefkopf, die Schlussformel und die Anlagen. Im oberen Drittel des Schreibens notieren Sie wie in Briefen üblich

  • Ihren Namen und Ihre Adresse sowie Kontaktdaten
  • den Namen und die Adresse des Empfängers
  • Ort und Datum
  • den Betreff

Das eigentliche Anschreiben beginnt mit der Grußformel. In der Regel wird dies in Briefen noch das traditionelle „Sehr geehrte Frau Mustermann, / Sehr geehrter Herr Mustermann,“ sein. Finden Sie heraus, wer Ihr genauer Ansprechpartner ist, damit Sie ihn direkt ansprechen können und nicht allgemein formulieren müssen. Nach dem Komma folgt eine Leerzeile, dann geht es mit ein bis zwei einleitenden Sätzen weiter.

In der Einleitung geht es zunächst darum, einen Bezug herzustellen – zu einem Telefonat, einer Empfehlung oder eben zur Stellenausschreibung.

Wichtig: Ersetzen Sie die oft übliche Verwaltungssprache (mit Bezug auf Ihre Stellenausschreibung vom … in …) durch eine flüssigere und sympathischere Formulierung ersetzen. Zum Beispiel so:

Sehr geehrte Frau Mustermann,

vielen Dank für das ermutigende Telefonat. Gern ergreife ich die Chance und schicke Ihnen heute meine Bewerbung als … zu.

Oder

Sehr geehrter Herr Mustermann,

auf Ihrer Website/ in der Fachzeitschrift „Transport und Logistik“ fiel mir Ihre Stellenausschreibung „XY“ auf. Da ich Ihr Unternehmen sehr schätze und über die erforderlichen Qualifikationen verfüge, bewerbe ich mich um die vakante Position.

Gehen Sie dann in ein bis zwei weiteren Absätzen darauf ein, warum Sie und die ausgeschriebene Stelle hervorragend zusammenpassen. Nochmal: Achten Sie darauf, dass die Formulierungen positiv und selbstbewusst, aber nicht überbordend oder überheblich klingen. Legen Sie kurz und knapp dar, was das Unternehmen davon hat, wenn es Sie beschäftigt.

Zum Schluss sagen Sie noch einmal deutlich, was Sie sich wünschen: Nämlich

a) für das Unternehmen zu arbeiten (ein gutes Argument finden!) und

b) zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden

Ist es in der Stellenanzeige so vorgegeben, können Sie hier auch schon Ihre Gehaltsvorstellung und den frühestmöglichen Eintritt benennen. Alternativ fügen Sie dies am Ende Ihres tabellarischen Lebenslaufs ein.

Beenden Sie Ihr Bewerbungsanschreiben schließlich mit freundlichen Grüßen und vergessen Sie nicht, es handschriftlich zu unterschreiben.

Anlagen

So wählen Sie Anlagen sorgfältig aus – und fügen sie professionell ein

Zu jeder vollständigen Bewerbungsmappe gehören Anlagen, also kopierte Originale von:

  • Zeugnissen
  • Abschlüssen
  • Arbeitszeugnissen oder Empfehlungsschreiben
  • Qualifikationsbescheinigungen

Berufsanfänger haben außer dem Zeugnis und der ein oder anderen Bescheinigung natürlich noch nicht viel mitzusenden. Darum können sie den Hinweis und die Auflistung der Anlagen direkt im Anschreiben unterbringen (linksbündig, unterhalb der Unterschrift, mit zwei Zeilen Abstand).

Sind die Anlagen aber umfangreicher, sollten Sie auf einem Extrablatt ein Verzeichnis aller Unterlagen machen. Nummerieren Sie die Anlagen dann am besten oder arbeiten Sie mit Seitenzahlen, damit jedes einzelne Dokument rasch aufzufinden ist.